Was alles unter Trockenbau fällt
Der Kern ist immer derselbe Aufbau: ein Ständerwerk aus Metallprofilen oder Holz, darauf beidseitig Gipskartonplatten, dazwischen bei Bedarf Dämmung aus Mineralwolle. Daraus entstehen nichttragende Trennwände, abgehängte Decken (etwa um Leitungen oder Lüftungen zu verdecken), Vorsatzschalen vor bestehenden Wänden sowie Verkleidungen und Nischen. Weil ohne Mörtel gearbeitet wird, entsteht kaum Baufeuchte — der entscheidende Vorteil im bewohnten Bestand.
Trockenbau nach einem Wasserschaden
Das ist unser häufigster Fall. Nach einem Leitungswasserschaden müssen durchfeuchtete Trockenbauwände und abgehängte Decken zurückgebaut werden — Gipskarton saugt Wasser auf und verliert seine Festigkeit, Dämmung dahinter bleibt feucht. Wir bauen so weit zurück, wie es die Trocknung verlangt, und stellen nach der Freimessung alles wieder her. Erst dann wird gespachtelt und beschichtet. Wird zu früh geschlossen, bleibt Feuchtigkeit im Hohlraum — und Schimmel ist nur eine Frage der Zeit; dann greift vorher unsere Schimmelpilzsanierung.
Schallschutz, Brandschutz, Feuchträume
Eine Trockenbauwand ist kein Standardprodukt. Über Profilstärke, Plattenart, Dämmung und die Anzahl der Beplankungslagen lässt sich steuern, wie viel Schall sie dämmt. Für Feuchträume wie Bäder kommen imprägnierte Platten zum Einsatz, für erhöhte Brandschutzanforderungen entsprechende Spezialplatten. Was in Ihrem Fall nötig ist, klären wir vorher — nachträglich lässt sich das nicht ändern, ohne die Wand wieder zu öffnen.
Was Trockenbau nicht kann
Ehrlich gesagt: Eine Trockenbauwand ist nichttragend. Sie ersetzt keine tragende Wand und trägt keine Deckenlasten. Schwere Lasten — Hängeschränke, Waschbecken, Fernseher — brauchen eine geplante Unterkonstruktion, die vor dem Schließen der Wand eingebaut wird. Sagen Sie uns vorher, was an die Wand soll; danach ist es aufwendig. Und der Klang: Eine Leichtbauwand klingt beim Anklopfen hohl, das lässt sich nicht wegdiskutieren, auch wenn eine gut ausgeführte Wand akustisch besser ist, als sie sich anfühlt.
Vom Ständerwerk zur fertigen Oberfläche
Nach dem Stellen des Ständerwerks und dem Beplanken folgt das Verspachteln der Plattenstöße und Schraubköpfe. Wie fein das ausgeführt wird, richtet sich nach den Qualitätsstufen Q1 bis Q4 und danach, was auf die Wand kommt — mehr dazu unter Putz- und Spachtelarbeiten. Danach folgt Tapezieren oder der Innenanstrich. Weil alle diese Schritte bei uns im Haus liegen, gibt es zwischen ihnen keine Schnittstelle und keine Schuldfrage.