Was zum Innenanstrich gehört
Vor dem ersten Pinselstrich wird der Raum vorbereitet: Möbel rücken und abdecken, Böden auslegen, Leisten, Fenster und Türzargen abkleben, Steckdosen und Schalter demontieren. Danach wird der Untergrund geprüft — hält der alte Anstrich, kreidet er, gibt es Risse oder Fehlstellen. Ausgebessert wird gespachtelt und geschliffen, anschließend grundiert. Erst dann folgt der Anstrich, in der Regel in zwei Durchgängen.
Warum grundiert wird
Untergründe saugen unterschiedlich. Frischer Putz, gespachtelte Stellen und alte Anstriche nehmen Farbe verschieden stark auf — ohne Grundierung entstehen daraus fleckige Flächen, die auch der zweite Anstrich nicht vollständig ausgleicht. Auf stark saugendem oder sandendem Untergrund ist eine Tiefengrundierung Pflicht, sonst haftet die Farbe nicht dauerhaft.
Wasserränder und Nikotin isolieren
Manche Verfärbungen wandern durch jede Schicht nach oben — Wasserränder nach einem Schaden, Nikotin, Ruß, Filzstift. Sie müssen isolierend grundiert werden, sonst zeichnen sie sich nach wenigen Tagen wieder ab. Das ist der häufigste Grund dafür, dass ein selbst gestrichener Raum nach einer Woche wieder aussieht wie vorher.
Decken streichen
Decken sind der undankbarste Teil: Sie werden aus jedem Winkel gesehen, das Licht fällt flach ein, und Ansatzstellen fallen sofort auf. Deshalb wird eine Decke möglichst „nass in nass“ in einem Zug gestrichen, ohne dass eine Bahn antrocknet, bevor die nächste ansetzt. Bei großen Flächen arbeiten deshalb zwei Leute parallel.
Anstrich nach einem Wasserschaden
Hier gilt dieselbe feste Reihenfolge wie bei allen Oberflächen: Erst muss die Bausubstanz nachweislich trocken sein — die Trocknung übernimmt unser Partnerbetrieb —, dann wird ausgebessert, isolierend grundiert und gestrichen. Wird auf feuchten Untergrund gestrichen, löst sich der Anstrich später ab, oder es wächst Schimmel darunter weiter; dann greift vorher unsere Schimmelpilzsanierung. Der gesamte Ablauf steht auf der Seite zur Wasserschadensanierung.