Was wir lackieren
Türblätter und Zargen sind der häufigste Auftrag — sie vergilben, bekommen Griffspuren und Stöße. Dazu kommen Holzfensterrahmen im Innenbereich, Heizkörper, die nach Jahren stumpf oder vergilbt sind, sowie Geländer, Sockelleisten und Holzverkleidungen. Bei Heizkörpern ist ein hitzebeständiger Lack nötig; normaler Lack vergilbt dort schnell und kann Geruch abgeben.
Warum die Vorbereitung über das Ergebnis entscheidet
Lack ist gnadenlos: Er glänzt, und alles, was darunter liegt, wird dadurch betont statt verdeckt. Deshalb ist die Reihenfolge immer dieselbe — reinigen und entfetten, anschleifen, ausbessern, grundieren, dann lackieren. Der Anschliff ist dabei der Punkt, an dem am häufigsten gespart wird: Ohne ihn haftet der neue Lack nicht auf der alten, glatten Oberfläche und blattert nach Monaten an den Kanten ab.
Wie oft lackiert wird
In der Regel folgt auf die Grundierung ein Zwischenschliff und danach der Decklack — bei stark beanspruchten Teilen wie Türkanten auch zweimal. Zwischen den Durchgängen braucht der Lack Trocknungszeit; die lässt sich nicht abkürzen, ohne dass die Oberfläche leidet.
Glanzgrad wählen
Seidenmatt ist der übliche Kompromiss: unempfindlich gegen Fingerabdrücke, verzeiht kleine Unebenheiten und wirkt ruhig. Glänzende Oberflächen sind leichter zu reinigen und wirken hochwertiger, zeigen dafür jede Delle und jeden Schleiffehler. Matte Lacke wirken modern, sind aber empfindlicher gegen Abrieb an stark angefassten Stellen. Wir beraten Sie danach, wie das Bauteil genutzt wird.
Lackieren oder austauschen?
Nicht jedes Bauteil lohnt die Aufarbeitung. Bei einer stark beschädigten Zarge oder einem aufgequollenen Türblatt nach einem Wasserschaden ist der Austausch oft die bessere Entscheidung — das sagen wir Ihnen offen, auch wenn dabei kein Lackierauftrag für uns herauskommt. Der Austausch selbst läuft dann über einen Schreiner aus unserem Handwerkernetzwerk.