Schwimmend oder vollflächig verkleben?
Beide Verlegearten haben ihre Berechtigung. Schwimmend verlegt liegt das Parkett lose auf einer Trittschalldämmung — das geht schneller, ist günstiger und rückbaubar. Vollflächig verklebt ist aufwendiger, dafür fühlt sich der Boden fester an, klingt ruhiger und ist maßhaltiger. Über einer Fußbodenheizung ist die Verklebung klar im Vorteil, weil die Wärme direkter übertragen wird. Auch bei großen zusammenhängenden Flächen empfehlen wir zu kleben.
Untergrund und Restfeuchte
Holz arbeitet — das ist keine Schwäche, sondern seine Natur. Damit es das im verträglichen Rahmen tut, muss der Untergrund trocken sein. Wir prüfen deshalb die Restfeuchte des Estrichs, bevor verlegt wird, und gleichen Unebenheiten aus. Wird zu früh verlegt, zieht das Holz Feuchtigkeit und wölbt sich; ist die Raumluft im Winter zu trocken, öffnen sich die Fugen. Beides lässt sich vermeiden, wenn man es vorher weiß.
Oberfläche: geölt oder versiegelt
Versiegeltes Parkett hat eine geschlossene Schutzschicht, ist pflegeleicht und unempfindlich gegen Flecken. Geöltes Parkett wirkt natürlicher und lässt sich stellenweise ausbessern, braucht dafür aber regelmäßige Pflege. Beides lässt sich später abschleifen und neu behandeln — der entscheidende Vorteil von Parkett gegenüber jedem anderen Belag.
Verlegemuster
Am häufigsten sind Landhausdielen im wilden Verband — ruhig, unaufdringlich und in kleinen Räumen streckend. Klassische Muster wie Fischgrät wirken hochwertiger und aufwendiger, brauchen aber mehr Material und deutlich mehr Verlegezeit. Wir besprechen das Muster vorher mit Ihnen, weil es sich hinterher nicht mehr ändern lässt.
Parkett im Vergleich
Parkett ist wertiger und langlebiger als Laminat, aber empfindlicher gegen Nässe und im Material teurer. Wer Holzoptik in Feuchträumen braucht, ist mit Vinylboden besser bedient; wo es warm und leise sein soll, mit Teppichboden.